Mit ihren 2 charakteristischen Türmen und dem Langhaus ist sie heute das Wahrzeichen der Stadt Prüm. Zum 1000jährigen Bestehen der Abtei Prüm wurde 1721 mit dem Bau der Kirche begonnen. Die Bauten der alten Abteikirche wurden in wesentlichen Teilen mit verwendet. Die Kirche war 1730 teilweise fertig, wurde jedoch erst mit dem Umbau der Abtei 1908 bis 1912 endgültig vollendet. Nachdem an Heilig Abend 1945 die Decke im Langhaus infolge von Kriegsschäden eingestürzt war, wurde sie von 1947 - 1950 wieder hergestellt. 1950 erhielt die Kirche von Papst Pius XII. den Titel einer "Basilika minor" (kleine Basilika). 1991 wurde die Basilika umfangreich restauriert.
Mit dem Bau des heutigen Abteigebäudes wurde 1748 durch Andreas Seitz nach Plänen des großen Barockbaumeisters Balthasar Neumann begonnen. 1759 wurde der Westflügel, 1765 der Ostflügel fertiggestellt. Der westliche Teil des Nordtraktes blieb unvollendet bis zum Umbau 1908 - 1912. Das Gebäude beherbergt heute das Regino-Gymnasium. Während der Sommerferien findet hier die Kunstausstellung EVBK statt. Sehenswert sind die barocke Fassade mit dem kurfürstlichen Wappen, der Kreuzgang und der schöne Fürstensaal (heute Schulaula).
Am 15. Juli 1949 explodierte am Kalvarienberg ein unterirdisches Sprengstofflager mit etwa 500 t Sprengstoff: 12 Tote, 60 Verletzte, 965 Obdachlose und 76 zerstörte Häuser waren die Folge. Der Sprengstofftrichter maß 190 x 90 m und war über 20 m tief. Die Detonation wurde von Erdbebenwarten registriert.
Die "Europäische Vereinigung Bildender Künstler" ist der freie Zusammenschluss von Malern und Bildhauern aus den Eifel- und Ardennenländern Frankreich, Belgien, Luxemburg und Deutschland. Alljährlich gemeinsam auszustellen und das kulturelle Erbe der alten Kulturlandschaft zwischen Rhein, Mosel und Maas zu bewahren und zu mehren, ist das Anliegen der Vereinigung. Bereits im Jahre 1926 brachte die "Vereinigung Moselländischer Künstler" eine Ausstellung nach Prüm und stellte im Kreuzgang der Abtei aus. Wenn auch zunächst keine aktivierende Wirkung auf das Kunstleben verzeichnet werden konnte, denn Prüm war Grenzstadt, fernab vom pulsierenden kulturellen Leben, so war doch der Keim gelegt, der dann nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1957 aus Anlass der Eifel-Ardennen-Tage aufging, sich zu einer großen Idee entwickelte und in Form dieses Zusammenschlusses "Europäische Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen" konkrete Gestalt annahm.
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